Die Entwicklung von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMP) schreitet rasch voran. Bei ATMPs handelt es sich um Produkte aus Gewebezüchtungen sowie um Zell- und Gentherapien. Erste Produkte sind bereits auf dem Markt und es werden ständig neue Therapien zugelassen. Die Produktion von ATMPs ist entweder patientenspezifisch oder wird nur in kleinen Chargen hergestellt, was zu komplexen manuellen Prozessen und folglich zu hohen Produktionskosten führt. Daher kann das volle klinische Potenzial nicht ausgeschöpft werden, wenn nicht Fertigungstechnologien der nächsten Generation entwickelt werden.
Um die Verfügbarkeit von ATMP für Patienten zu erhöhen und die Kosten zu senken, sind neue Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich. Dies könnte durch eine stärker automatisierte und digitalisierte Produktion von Zell- und Gentherapien erreicht werden.
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA mit Sitz in Stuttgart ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung für innovative Arbeiten auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Mit 25 Jahren Erfahrung und Kompetenz in Laborautomatisierung und Produktionsprozessen verfügt das IPA über das Know-how, die Vision der personalisierten Produktion umzusetzen. Das interdisziplinäre Team des IPA konzentriert sich dabei auf die Bereiche Biologie, Softwareentwicklung und Hardwareentwicklung, um umfassende Lösungen zu entwickeln.
Dies ist eine starke Basis für die Forschung im Bereich der Automatisierung von Zell- und Gentherapien, die beide einzigartige und hoch personalisierte Bereiche in der Wissenschaft sind. Insgesamt ist das Institut gut positioniert, um dieses neue Feld zu erforschen und gleichzeitig die Industriestandards für Massenpersonalisierung und Nachhaltigkeit zu verbessern.
In Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten und der Industrie forscht und entwickelt das Fraunhofer IPA seit Jahren in verschiedenen öffentlich geförderten Projekten zu diesem Thema.